Junge Hainbuchenhecke als Einfriedung in einem Neubaugebiet auf frischem, kahlem Boden
Hecken-Ratgeber Praktischer Ratgeber · 7 Min. Lesezeit

Hecke pflanzen im Neubaugebiet: welche Hecke auf kahlem Boden?

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Ein Neubaugebiet ist für Gartenliebhaber etwas Besonderes: Alle fangen gleichzeitig an, mit einem komplett kahlen Garten und meist einer vorgeschriebenen grünen Einfriedung. Und das Schöne — oder Schwierige — ist, dass die ganze Straße auf genau demselben Boden steht. Wer weiß, welcher Boden das ist, wählt auf Anhieb die richtige Hecke. Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei.

1 Warum der Boden im Neubaugebiet anders ist

Der Boden in einem Neubaugarten ist fast nie „normale“ Gartenerde. Während der Bauphase fahren schwere Maschinen darüber, wodurch der Untergrund stark verdichtet wird. Anschließend wird oft eine Schicht Sand oder magerer Boden aufgetragen, um das Gelände auf Höhe zu bringen. Das Ergebnis: ein Boden, der verdichtet, nährstoffarm und manchmal schlecht durchlässig ist — genau die Bedingungen, unter denen eine falsch gewählte Hecke jahrelang kümmert.

Der Untergrund selbst unterscheidet sich stark je nach Region: die sandige Norddeutsche Geest, die fruchtbare Lössbörde in Mitteldeutschland, der Rheinland-Löss, das Alpenvorland und der Brandenburger Sand. Dieser Untergrund bestimmt letztlich, welche Hecke sich wohlfühlt.

2 Schritt 1: Wissen, welchen Boden Sie haben

Das ist der Schritt, den fast jeder überspringt — und zugleich der wichtigste. Sie müssen nicht raten: Der Boden unter Ihrem Neubaugebiet steht exakt auf der offiziellen BGR-Bodenkarte (BÜK200) Deutschlands. Mit unserem kostenlosen Hecken-Konfigurator geben Sie Ihre Adresse ein, und das Tool liest diese Bodenkarte automatisch aus und zeigt, welche Hecke zu Ihrem Boden passt.

Der Vorteil eines Neubaugebiets: Ihre ganze Straße steht auf demselben Untergrund. Das Bodenergebnis, das Sie erhalten, gilt also genauso für Ihre Nachbarn. Das macht es clever, gemeinsam zu schauen — und gemeinsam zu bestellen (siehe Schritt 7).

3 Welche Hecke passt zu welchem Neubau-Boden

Grob sind dies die stärksten Optionen je nach Bodentyp. Für die genaue Rangfolge auf Ihrem Boden haben wir für jeden Bodentyp eine vollständige Übersicht erstellt:

Unsicher bei Ihrer speziellen Situation? Sehen Sie sich die vollständige, nach Boden sortierte Übersicht über die Hecke-nach-Boden-Ratgeber an, oder lassen Sie den Konfigurator es für Sie berechnen.

4 Verbessern Sie den Boden, bevor Sie pflanzen

Da Bauboden fast immer verdichtet und mager ist, ist Bodenverbesserung hier kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Zwei Dinge machen den Unterschied:

5 Pflanzen Sie im Herbst — das spart Geld und Wachstum

Der Herbst (Oktober bis März) ist die beste Pflanzzeit für Hecken. Der Boden ist noch warm vom Sommer, es fällt wieder Regen, und die Pflanze steckt ihre Energie in das Wurzelwachstum. Wer im Herbst pflanzt, hat im Frühjahr eine Hecke mit deutlichem Vorsprung.

Noch ein Vorteil: In der Pflanzzeit sind wurzelnackte Hecken (ohne Topf) erhältlich. Die sind deutlich günstiger als Topfpflanzen und wachsen bei Herbstpflanzung ausgezeichnet an — ideal, wenn Sie eine lange Einfriedung bepflanzen müssen.

6 Berechnen Sie, wie viele Pflanzen Sie brauchen

Für eine dichte Einfriedung pflanzen Sie je nach Art meist 3 bis 5 Pflanzen pro laufendem Meter. Messen Sie die Länge Ihrer Grundstücksgrenze und berücksichtigen Sie die gewünschte Endhöhe. Der Hecken-Konfigurator berechnet dies automatisch für Sie — inklusive Pflanzenanzahl und Preisindikation, abgestimmt auf Ihre Heckenlänge.

7 Clever bestellen: gemeinsam mit den Nachbarn

Da das ganze Viertel denselben Boden hat, passt dieselbe Hecke oft zu mehreren Nachbarn. Gemeinsam bestellen bedeutet weniger Transportaufwand und ein einheitlicheres Straßenbild. Teilen Sie das Bodenergebnis aus dem Konfigurator ruhig in der Nachbarschafts-Gruppe Ihres Viertels — Ihre Nachbarn stehen vor genau derselben Wahl.

Für das Pflanzgut selbst arbeiten wir mit der Baumschule Heijnen Pflanzen zusammen — große Auswahl an Heckenpflanzen, auch als wurzelnackte Hecke für den Herbst.

8 Das erste Jahr: gut anwachsen

Eine frisch gepflanzte Hecke muss vor allem wurzeln. Geben Sie im ersten Wachstumsjahr bei Trockenheit reichlich Wasser — nicht jeden Tag ein bisschen, sondern zwei- bis dreimal pro Woche kräftig, damit es tief in den Boden sickert. Schneiden Sie im ersten Jahr leicht, um die Verzweigung unten anzuregen, damit die Hecke von unten bis oben dicht wird. Mehr über Pflanzen, die Trockenheit trotzen, lesen Sie in unserem Artikel über trockenheitstolerante Pflanzen nach Bodentyp.

Welche Hecke passt zum Boden Ihres Viertels?

Geben Sie Ihre Adresse ein — der kostenlose Hecken-Konfigurator liest die offizielle BGR-Bodenkarte und zeigt die beste Hecke für Ihren Boden.

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Welche Hecke passt zu Ihrem Garten?

Zeichnen Sie Ihre Hecke auf der Luftbild-Karte ein — wir bestimmen automatisch Ihren Boden über die amtliche BGR-Bodenkarte und schlagen die passende Pflanze vor.

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