Landschaftsgärtner von Beruf
Ich bin Hugo und von Beruf Landschaftsgärtner. Gärten waren schon immer mein Arbeitsfeld – zuerst habe ich mit den Händen in der Erde gearbeitet, später hatte ich dann immer öfter einen Skizzenblock dabei. Pflanzenkenntnisse erwirbt man in der Praxis: Welche Art gedeiht auf Lehm, welches Ziergras trägt Früchte und wie lange braucht eine Staude, um ausgewachsen zu sein?
Der deutsche Boden ist sehr vielfältig: Lehm, Sand, Ton, Löss, Moor und alles dazwischen. Was in Brandenburg auf Sand wächst, wächst im Rheinland auf Lehm. Nicht die schönsten, sondern die Pflanzen, die zu diesem Boden, dieser Sonne und diesem Garten passen, sind die guten Pflanzen.
„Ein schönes Beet im ersten Jahr ist einfach. Ein schönes Beet im dritten, fünften und zehnten Jahr – da steckt das Handwerk dahinter.“
Hugo VerkerkWarum Gartenzen
Etwas ist mir über die Jahre aufgefallen: Gute Gartenberatung sitzt fest zwischen zwei Extremen. Auf der einen Seite gibt es den Landschaftsgärtner vor Ort: Er ist fachkundig und persönlich, aber teuer und hat oft Wartelisten. Auf der anderen Seite stehen die endlosen Online-Garten-Tipps und KI-Apps: Sie sind zwar zugänglich, aber generisch und berücksichtigen nicht, was zu Ihrem spezifischen Grundstück passt.
Dazwischen war lange Zeit nichts. Gartenzen ist genau das, was ich selbst gerne gefunden hätte: einen maßgeschneiderten Bepflanzungsplan, der auf dem Wissen über deutschen Boden und Klima basiert, aber ohne die Kosten und Wartezeit eines Landschaftsgärtners vor Ort. Es ist keine KI, die Pflanzen aufgrund eines Trends empfiehlt, sondern ein Plan, der von einem Fachmann auf Basis Ihrer spezifischen Daten zusammengestellt wird.
Die naturalistische Tradition
Die von den Gartenzentren erstellten Pläne folgen der naturalistischen Gartentradition, auch „Dutch Wave” genannt. Zu den Vertretern dieser Gartenströmung zählen Piet Oudolf, Henk Gerritsen und Ton ter Linden. Im Mittelpunkt stehen Struktur, Saisonvariation und Harmonie anstelle kurzlebiger Sommerblüte.
Ziergräser sorgen für Rhythmus. Stauden in Drifts, nicht in Punkten. Die Schönheit der Winterstruktur. Blüher, die sich ablösen, damit ein Garten nicht im Juni seinen Höhepunkt erreicht und danach zur Ruhe kommt. Dieser Stil eignet sich auffällig gut für das deutsche Klima, was logisch ist, denn er ist in der benachbarten naturalistischen Tradition entstanden.
Nicht jeder Garten muss im naturalistischen Stil angelegt sein. Manche Menschen bevorzugen einen modernen, klaren Stil, andere einen romantischen oder mediterranen. Gartenzen unterstützt acht Stile, doch jeder Plan beginnt mit demselben Ansatz: eine durchdachte Pflanzenwahl für die lange Sicht statt eines visuellen Tricks für eine Saison.