Zwei Hände mit einer Handvoll dunkler, krümeliger Gartenerde über einem Beet
Bodenart bestimmen

Welchen Boden habe ich?

Ihre Bodenart finden Sie auf zwei Wegen heraus: nach Adresse nachschlagen in der Bodenkarte oder selbst testen mit einer Handvoll Erde. Die Karte ist am schnellsten, die Fingerprobe zeigt, was jetzt wirklich in Ihrem Garten liegt. Zusammen wissen Sie, welche Pflanzen bei Ihnen von selbst gut wachsen.

1. Die Bodenart nach Adresse nachschlagen

Der schnellste Weg. Geben Sie im Bodencheck Ihre Adresse ein und Sie sehen, welcher Boden unter Ihrem Garten liegt. Die Daten stammen aus der amtlichen Bodenkarte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Das ist kostenlos und ohne Konto, und Sie sehen sofort, welche Pflanzen zu diesem Boden passen.

Meine Bodenart nach Adresse nachschlagen

Der Bodencheck funktioniert für Adressen in Deutschland. Die Karte zeigt den Boden, der dort von Natur aus liegt. In einem Neubaugebiet ist der Boden oft aufgefüllt oder verdichtet. Deshalb ist die Fingerprobe unten eine gute Kontrolle.

2. Selbst testen: die Fingerprobe

Für die Fingerprobe brauchen Sie nur eine kleine Schaufel. Sie fühlen mit den Fingern, wie viel Sand und wie viel Ton im Boden steckt.

  1. Nehmen Sie eine Handvoll Erde aus 10 bis 20 cm Tiefe, nicht von der Oberfläche. Entfernen Sie Steine und Wurzeln.
  2. Feuchten Sie die Erde an, wenn sie trocken ist, bis sie formbar ist und nicht an der Hand klebt.
  3. Formen Sie eine Rolle, so dick wie ein Bleistift, und versuchen Sie, sie zu einem Ring zu biegen.
Was passiertWie es sich anfühltIhr Boden ist
Es entsteht keine Rolle: Die Erde zerfälltKörnig, kratzt zwischen den FingernSand
Die Rolle gelingt, bricht aber beim BiegenWeich und mehlig, wie MehlSchluff oder Löss
Die Rolle gelingt, reißt beim Biegen einEtwas körnig und etwas klebrigLehm
Die Rolle lässt sich zum Ring biegen, ohne zu brechenKlebrig, glänzt beim ReibenTon
Lässt sich nicht rollen: Die Erde federt zurückFaserig, dunkel, wie ein nasser SchwammMoor

3. Die Schlämmprobe im Glas

Möchten Sie das Verhältnis sehen, machen Sie die Schlämmprobe. Füllen Sie ein Schraubglas zu einem Drittel mit Erde, füllen Sie es mit Wasser auf, schütteln Sie eine Minute und stellen Sie das Glas ab.

Die dickste Schicht bestimmt die Bodenart. Sind die Schichten etwa gleich dick, haben Sie Lehm, und das ist für den Garten günstig.

Welche Bodenarten gibt es?

Fachlich unterscheidet man nach der Korngröße Sand, Schluff, Ton und Lehm, die Mischung aus allen dreien. Im Garten begegnen Ihnen außerdem Löss, Marsch und Moor.

BodenartSo erkennen Sie ihnEigenschaftenWo
SandbodenKörnig, zerfällt, hellTrocknet schnell aus, nährstoffarm, leicht zu bearbeitenNorddeutsches Tiefland, Brandenburg, Lüneburger Heide
LehmbodenEtwas körnig und etwas klebrig, die Rolle reißt beim BiegenMischung aus Sand, Schluff und Ton: fruchtbar und gut zu bearbeitenWeit verbreitet, etwa im Alpenvorland und in den Mittelgebirgen
TonbodenKlebrig, die Rolle lässt sich zum Ring biegen, glänzt beim ReibenNährstoffreich, im Winter nass, im Sommer hart und rissigStellenweise in den Mittelgebirgen und in Flussniederungen
LössbodenSehr fein und mehlig, gelbbraun, staubt, wenn er trocken istSehr fruchtbar, wird an Hängen leicht abgeschwemmtDie Börden (Magdeburg, Hildesheim, Köln), der Kraichgau
MarschbodenSchwer und klebrig, grauSehr nährstoffreich, nass und schwer zu bearbeitenNordseeküste und die Unterläufe von Elbe, Weser und Ems
MoorbodenDunkel bis schwarz, faserig, federt wie ein SchwammSauer und nass, sackt bei Trockenheit zusammenNordwestdeutschland und das Alpenvorland

Klicken Sie auf eine Bodenart: Dort stehen die passenden Pflanzen und was Sie am Boden verbessern können.

Wie erkenne ich sauren Boden?

Ob ein Boden sauer oder kalkhaltig ist, zeigt die Fingerprobe nicht. Sicher wissen Sie es mit einem pH-Test aus dem Gartencenter: Unter 6,5 ist der Boden sauer, zwischen 6,5 und 7,5 neutral, darüber kalkhaltig. Die meisten Gartenpflanzen wachsen am besten zwischen 6 und 7.

Was bedeutet die Bodenart für Ihre Pflanzen?

Der Boden bestimmt, welche Pflanzen ohne zusätzlichen Aufwand gut wachsen. Das spart Geld und Enttäuschung: Eine Pflanze auf dem falschen Boden kümmert, wie gut Sie sie auch pflegen.

Möchten Sie es für Ihr ganzes Beet ausgearbeitet haben, lesen Sie in Pflanzplan erstellen, wie Sie von Boden und Sonne zu einer Pflanzenliste kommen.

Häufige Fragen zur Bodenart

Kann man eine Bodenanalyse selber machen?

Ja, die Bodenart bestimmen Sie selbst mit der Fingerprobe. Nehmen Sie eine Handvoll feuchte Erde aus 10 bis 20 cm Tiefe und versuchen Sie, daraus eine bleistiftdicke Rolle zu formen. Zerfällt sie, ist es Sand. Gelingt die Rolle, bricht aber beim Biegen, ist es Schluff oder Lehm. Lässt sie sich zum Ring biegen, ohne zu brechen, ist es Ton. Mit einem Glas Wasser sehen Sie danach das Verhältnis von Sand und Ton.

Welche Bodenarten gibt es?

Nach der Korngröße gibt es drei Bodenarten: Sand (grob), Schluff (mittel) und Ton (sehr fein). Lehm ist die Mischung aus allen dreien und gilt als vierte Hauptbodenart. Im Garten begegnen Ihnen außerdem Löss, Marsch und Moor. Im Norden überwiegt Sand, in den Börden Löss, an der Küste Marsch, in den Mittelgebirgen und im Süden Lehm und Ton.

Welcher Boden ist sauer, und wie messe ich den pH-Wert?

Sicher wissen Sie es nur mit einem pH-Test aus dem Gartencenter: Ein Wert unter 6,5 ist sauer. Als Hausmittel zeigt Essig nur, ob Kalk im Boden ist: Schäumt ein trockener Erdklumpen, ist der Boden kalkhaltig und nicht sauer. Hinweise sind viel Moos im Rasen und Pflanzen wie Rhododendron, Heide und Farne, die von selbst gut wachsen. Sand und Moor sind meist sauer, Ton und Löss meist kalkhaltig.

Kann ich meine Bodenart nach Postleitzahl nachschlagen?

Ja, nach Adresse ist es aber genauer. Innerhalb einer Postleitzahl können verschiedene Böden liegen. Geben Sie im Bodencheck Ihre Adresse ein: Er schlägt den Boden in der amtlichen Bodenkarte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nach.

Stimmt die Bodenkarte für meinen Garten?

Die Bodenkarte zeigt den Boden, der dort von Natur aus liegt, bis gut einen Meter Tiefe. Sie ist eine Übersichtskarte: Kleinräumige Unterschiede zeigt sie nicht. In einem Neubaugebiet ist der Boden außerdem oft aufgefüllt oder verdichtet. Machen Sie deshalb auch die Fingerprobe: Die Karte sagt, was darunter liegt, Ihre Hand, was oben liegt.

Wie erkenne ich Lehmboden?

Lehm ist eine Mischung aus Sand, Schluff und Ton. Er fühlt sich etwas körnig und etwas klebrig an, und eine bleistiftdicke Rolle gelingt, reißt aber beim Biegen ein. Lehm hält Wasser und Nährstoffe gut und lässt sich trotzdem bearbeiten. Für den Garten ist er einer der besten Böden: Fast alle Gartenpflanzen wachsen darauf.

Was sind die Bodenklassen 1 bis 7?

Die Bodenklassen stammen aus dem Bauwesen. Sie beschreiben, wie schwer sich ein Boden lösen und ausheben lässt, vom Oberboden bis zum Fels. Für die Bepflanzung sagen sie wenig: Dafür zählt die Bodenart, also Sand, Schluff, Ton oder Lehm.

Auf welchem Boden steht mein Haus?

Für den Garten ist das derselbe Boden wie in der Bodenkarte, sofern nichts aufgefüllt wurde. Der Bodencheck ist für die Bepflanzung gedacht. Fragen zu Altlasten oder zum Baugrund beantwortet er nicht: Dafür ist Ihre Gemeinde oder ein Bodengutachten der richtige Weg.

Welche Pflanzen passen zu meinem Boden?

Das hängt von der Bodenart und von der Sonne ab. Auf Sand gedeihen Pflanzen, die Trockenheit vertragen, auf Ton Pflanzen, die nährstoffreichen, feuchten Boden mögen. Der Bodencheck zeigt für Ihre Adresse, welche Pflanzen passen. Je Bodenart steht es ausführlich auf der Seite zu diesem Boden.

Beginnen Sie bei Ihrem Boden

Geben Sie Ihre Adresse ein und sehen Sie in einer Minute, welcher Boden unter Ihrem Garten liegt und welche Pflanzen dazu passen.

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